Lengfurt

Heute möchte ich mir den Ort Lengfurt (lange Furt) ansehem. Anschließend will ich auf die andere Mainseite wechseln und das Kloster Triefenstein besuchen. Als drittes möchte ich wieder auf die andere Mainseite wechseln und in einem großen Bogen oberhalb von Lengfurt durch die Weinberge zurück zum Campingplatz wandern.

 

Das Kloster Triefenstein ist der herausragende Orientierungspunkt hier im Maintal.

Als erstes habe ich aber den Ort Lengfurt besucht. Seine bevorzugte Bedeutung hat Lengfurt lange eingebüßt.

Einstmals lag Lengfurt an der einzigen rechtsrheinischen Römerstraße "Via Publica", die durch die "Lange Furt" führte. Lengfurt profitierte damals vom Handel auf dieser Straße und wohl auch von der Maut für die Furtpassage. Mit den  Jahrhunderte verloren die Straßenverbindung und die Furt ihre Bedeutung und Lengfurt seine Einnahmen.

 

Heute machen viele Häuser einen maroden Eindruck. Es gibt wenig, was zu einem Besuch einläd.

Was soll´s: Der Weg ist das Ziel!

 

So überquerte ich nun den Main auf der Brücke und umrundete Lengfurt weiträumig. Hier traf ich nochmals auf einen Hinweis zur "Via Publica"

 

Die kleinparzelligen Weinberge hier sahen sehr gepflegt und ergiebig aus. Sowohl weiße als auch blaue Trauben hingen prall und reif an den Reben.

 

Ein Stück weiter konnte ich die sehr unromantische Art der Weinlese beobachten.

 

Auf breiten Schotterwegen gelangte ich wieder zurück zum Campingplatz.

Ich habe mich dann auch schnell abgewandt und mich in Richtung Mainufer orientiert, um den Weg zum Kloster Triefenstein zu finden.

Zwei Möglichkeiten gibt es, den Main zu überqueren: Entweder nimmt man die Brücke, die wohl dort steht, wo früher die Furt durch den Main führte, oder man erklimmt das Stauwerk, das auch als Schleuse dient und auch noch Elektrizität erzeugt.

 

Ich habe mich für das Stauwerk entschieden. Ein bisschen, weil mich die Anlage interessiert, aber auch etwas aus Abenteuerlust.

 

Leider war gerade kein Schiff in der Schleusenkammer, Aber es war schon etwas abenteuerlich, in schwindelnder Höhe über diese Metallgitterstege zu gehen.

 

Auf der anderen Mainseite hoffte ich einen Wanderweg durch den Wald zu finden, der mich zum Kloster führt. Ich gelangte aber nur zur Rückseite des Klosters, das durch einen hohen Zaun und verschlossenen Tore abgeschottet war.

Der Waldweg war es aber trotzdem wert, ihn gegangen zu sein. Jetzt musste ich auf die Straße wechseln, um an den Hautpteingang des Klosters zu gelangen.

 

Jedoch, das Tor war verschlossen. "Geöffnet zu den sonntäglichen Gottesdiensten"