Egestorf

Einen Ausflug per Rad und zu fuß ins Zentrum der Lüneburgerheide zum Wilseder Berg.

 

Vom Campingplatz aus ging es über Döhle hinein in die Heidelandschaft. Der Pastor Bode Weg führt (meine Meinung) durch den schönsten Teil der Heide.

 

Ich hatte das Rad gewählt, weil mir die Entfernung bis zum Wilseder Berg zu weit für eine Wanderung erschien. Diese Entscheidung war aber nicht die beste. Da ich nicht über ein Mountainbike verfüge und mein Rad auch keine Vorderradfederung hat, wurde die Fahrt doch arg holprig.

 

Außerdem: Richtig genießen kann man die Heide nur mit Muße. Also zu fuß mit Pausen und mit Zeit.

 

In Wilsede angekommen, habe ich mein Rad dann auch vor dem Souvenierladen stehen lassen und habe den "Anstieg" zum Wilseder Berg zu fuß in Angriff genommen.

 

Da der Wilseder Berg nicht bewaldet ist, hat man von dem Rundweg, der um die Kuppe führt, in jede Himmelsrichtung einen grandiosen Ausblick.

Der Weg hierhin hat sich auf jeden Fall gelohnt!

 

Auf dem Rückweg hatte ich dann noch das seltene Glück eine Heideschäferin mit ihrer Heidschnuckenherde zu treffen. Da es die Schafe über die Straße drängte, konnte ich auch noch den Hirtenhund in Aktion erleben. Beeindruckend, was ein einzelner Hirtenhund mit ca. 600 Schafen anstellen kann.

 

Bild 1

Wegweiser zum Pastor Bode Weg

Bild 2,3 u. 5 -8

Heideimpressionen

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Andenkenladen in Wilsede

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Gasthaus in Wilsede

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Vermessungspunkt: Höchster Punkt des Wilseder Bergs

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Gedenktafel auf dem Wilseder Berg zu Ehren von Carl Friedrich Gauß, der den Wilseder Berg vermessen hat

Bild 14 u. 15

Fernsicht vom Wilseder Berg

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Heidehirtin mit ca. 600 Heidschnucken

 

Fußmarsch zum Heidelehrweg und nach Undeloh

 

Versuch macht klug! Heute habe ich das Fahrrad stehen gelassen und direkt den Rucksach gepackt. Wie immer nur leichtes Gepäck, für den Notfall.

 

Die erste Hälfte des Weges ging nicht durch die Heide, sondern auf Forstwegen durch den Wald. Hier gibt es noch ausgedehnte Kiefernwälder, die ich in dieser Form nicht kannte.

Was mir auch nicht bekannt war, ist der Wasserreichtum der Heide. Für mich war die Heide immer eine trockene sandige mit Heidekraut bewachsene Gegend. Man wird so alt wie eine Kuh ...

 

Mit dem Heidelehrweg begann dann wieder die "richtige" Heide. Auf dem Weg trifft man immer wieder auf Informationstafeln, die jeweils über eine Besonderheit der Heide informieren.

Wieder das Thema: ...so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.

Oder wussten Sie, das Buchweizen gar kein Getreide ist, sondern ein Knöterichgewächs?

 

Natürlich sind auch hier überall die Heidekutschen mit den prächtigen Kaltblütern unterwegs.

 

In Undeloh angekommen habe ich eine kurze Rast eingelegt, bevor ich weiter auf dem Heidelehrweg, der von Undeloh in einem Bogen wieder zum Ausgangspunkt zurückführt, weiter marschiert bin.

Nach etwas mehr als vier Stunden war ich verschwitzt und müde zurück auf dem Campingplatz. Also zuerst eine Dusche und dann Siesta.

 

Pünktlich, wie vorhergesagt, begann es um 16:00 Uhr an zu regnen. So hatte ich Zeit zum Schreiben.

Bild 1 -4

Auf Forstwegen unterwegs

Bild 5 u. 6

Die Schmale Aue. Eine der vielen Bäche in der Heide

Bild 7 - 9

Auf dem Heidelehrweg

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Eine der typischen Heidekutschen

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Nikodemuskirche in Handeloh

Bild 12 u. 13

Diese Rinder werden zur Pflege der Feuchtwiesen in den Bachtälern eingesetzt

Egestorf

 

Ich habe Egestorf als Ausgangsort für meine Erkundung der Heide ausgewählt. Egestorf einfach deshalb, weil es in der Nähe einen Campingplatz gibt und Egestorf von diversen Wanderwegen berührt wird. Außerdem ist Egestorf ein Ort mit Charme. Es lohnt, ihn einmal auf einem Spaziergang zu durchstreifen.  Das HIghlight ist wohl die alte evangelische Kirche im Ortsmittelpunkt.

 

Der Campingplatz Regenbogen ist schon etwas in die Jahre gekommen. Dennoch bietet er alles, was man benötigt. Die Stellplätze sind recht groß. Keine Gefahr, dem Nachbarn zu nahe zu kommen.

 

Bild 1 - 4

Die historische St. Stephanus Kirche in Egestorf

 

Bild 5 u. 6

Die katholische Kirche St. Marien in Egestorf

 

Bild 7 u. 8

Fachwerkhäuser in Egestorf

 

Bild 9

Büste des "Heidepastorts", Pastor Bode

 

Bild 10

Historischer Ziehbrunnen

 

Bild 11

"Wasser ist Leben" von Egestorfer Bürger gestalteter Ruheort