4. Tag       07.02.2020

Moin!

Moin ist Holsteinisch und bedeutet: Hallo, guten Morgen, guten Tag, guten Abend, auf Wiedersehen und tschüß. Manche sagen auch Moin-Moin, das ist aber schon Schwafelei.


Heute erwartet mich ein großes und, so wie es angekündigt ist, auch ein sehr interessantes Programm.

Wobei der erste Programmpunkt schon vor dem Frühstück an der Reihe war.

 

Die Passage des nördlichen Polarkreises!

Bei strömenden Regen erwarteten wir das Auftauchen der Insel mit dem Globus, der den Verlauf des Polarkreises markiert. Der Kapitän war so nett, den Globus anzustrahlen, sonst hätten wir ihn bei dieser Dunkelheit bestimmt verpasst. Ein Glas Champagner brachte den etwas eingefrorenen Kreislauf wieder in Bewegung. Zum Aufwärmen ging´s dann zum Frühstück.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der angestrahlte Globus auf dem nördlichen Polarkreis. (66° 33` 55")

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                             Gefeiert wurde der Moment erst einmal mit einem Glas Champagner. Njord, der Gott der Seeleute, hat sich für später angesagt.


  • Um 10:15 erwartet uns Njord, der Gott der Seeleute, zur Zeremonie der Polarkreispassage.
  • 12:40 startet in Bodö eine Küstenwanderung
  • Um 19:00 Uhr sind wir zu einem Wikinger Gelage eingeladen
  • Dazu werden, wie jeden Nachmittag, zwei Informationsveranstaltungen angeboten, die über Norwegische Mythen und Legenden sowie über Land und Leute berichten

Njord hat uns tüchtig eingeheizt, um uns anschließend die eisige Polartaufe zu spenden.

 

Ich musste mich eben erst einmal umziehen. Ich war von dem Eiswasser nass vom Kragen bis zur Unterhose.


Am Nachmittag habe ich an einer Küstenwanderung teilgenommen. Zwei einheimische Führer erzählten uns viel Wahres und auch einige Döntjes. Trotz des Schmuddelwetters war es eine interessante und spaßige Angelegenheit. Zudem hat die Bewegung an der frischen Luft richtig gut getan.

Wegen des glatten Untergrunds mussten wir alle Spikes unter die Schuhe schnallen.

Wir lernten u.a., dass es in Norwegen das "Jedermannsrecht" gibt. Jedermann kann die Natur und ihre Früchte nutzen. Den Landeigentümern ist es nicht erlaubt, Wege über ihr Land für Fußgänger zu sperren.