Umbrien                 Assisi                23.-27.10.2020

23.10.

Der Campingplatz ist alleine wegen dieser Aussicht (Bild 1) eine Wucht. Allerdings, gibt es diese Aussicht ausschließlich von meinem Standplatz aus. Obwohl der ganze Platz auf mehreren Terrassen angelegt ist, gibt es an keiner anderen Stelle einen ähnlichen Ausblick. Immer sind Bäume im Weg. Ich warte jetzt nur noch auf besseres Wetter. Diese Aussicht bei Sonnenschein ...!

24.10.

Von hier gibt es eine Abkürzung, so beträgt der Fußweg nach Assisi nur ca. 1 km. Er führt vorbei an Eseln, Bienen und Cappuccino.

Einen Kaffee habe ich mir zwangsläufig auch genehmigen müssen, aber dazu später.

Der Morgen begann mit Dauerregen, Wolken zogen in Augenhöhe vorbei. (hatte ich zuvor noch nicht erlebt)

Gegen 11:00 Uhr klarte es auf und ich machte mich auf in die Stadt.

Assisi zeigte sich mir in dem schon bekannten Bild:

Eine mittelalterliche Festungsstadt mit wehrhaften Mauern und Toren, dazu enge idyllisch anmutende Gassen, Winkel und Durchgänge. (für die mittelalterlichen Bewohnern bestimmt alles andere als idyllisch) Bis zu den ganz großen Plätzen konnte ich allerdings noch nicht vordringen.

Der Regen kam zurück. Und wie. Ein Wolkenbruch erster Güte. Ich konnte gerade noch Zuflucht in einem Café finden. (der erzwungene Kaffee, Sie erinnern sich?)

 

Ich habe meine Besichtigungstour dann abgebrochen und als der Regen etwas nachzulassen schien, den Rückweg angetreten.

 

Das vorletzte Bild zeigt die Situation vom Café aus. Das letzte Bild die Situation vor meinem Wohnmobil als ich zurück kam. Während des Wolkenbruchs muss sich ein wahrer Sturzbach unter dem Wohnmobil hindurch ergossen haben.

 

Morgen ist auch noch ein Tag. Hoffentlich ein trockenerer.

(Bild 5) Porte Cappuccini, (Bild 7) Porte C. andere Seite mit Stadtmauser, (Bild 8 u. 9) Rocca Maggiore (große Burg)


(Bild 2 u. 3) Piazza San Rufino, (Bild 3) wohl Löwenbrunnen auf der Piazza San Rufino, Bild 4 u. 5 Cattedrale di San Rufino

 

Der Heilige Rufino war der Legende nach der erste Bischhof und Märtyrer (zu Beginn des 3. Jh.). Seine Reliquien werden in der Kathedrale verehrt.

 

25.10.

Ja, heute ist es trocken. Wenn auch die Sonne nicht scheint, habe ich mich dennoch wieder auf den Weg gemacht.

 

Auch der zweite Teil von Assisi, den ich heute durchwanderte, zeigt das gleiche Bild  wie der erste Teil. Ich hatte befürchtet, dass sich Assisi, je näher ich der Basilica di San Francesco kommen würde, mehr und mehr in einen Wallfahrtsort mit all den bekannten negativen Auswüchsen, wie Läden mit Devotionalien für Jedermann und pseudo Reliquien verändern würde. Aber nein, es blieb die mittelalterliche Festungsstadt. Angenehm bescheiden auch das Erscheinungsbild der Kirchen. Selbst die Basilica di San Francesco zeigt erst im Inneren welche Bedeutung  der Heilige Franziskus, über dessen Grab die Basilika errichtet wurde, für die Christenheit hat.

 


 

(Bilder 1-4) Piazza del Comune (Rathausplatz), Bilder 8 - 12 Basilica di San Francesco, (Bild 15 u. 16) Abazia di San Pietro, (Bild 19) San Apollinare, (Bild 21) Rocca Minore (kleine Burg)