31.03.2026
Nun ist es wieder so weit. Die schöne Zeit in Spanien ist erst einmal zu Ende. Heute Mittag habe ich mich auf den Weg gemacht. Herrliches Wetter, purer Sonnenschein bei 20 Grad.
Ich stehe auf dem sehr schönen Campingplatz "Malvarrosa de Corinto". Er liegt nördlich von Valencia.
Auf der Hinfahrt war ich Ende Oktober, als in Valencia das schlimme Unwetter tobte, genau hier auf diesem Platz. Nichtsahnend hatte ich von hier aus den Gewittersturm über Valencia beobachtet.
01.04.2026
Wieder ein herrlicher Reisetag. Die Sonne permanent von rechts, ab und zu ein Blick auf das Mittelmeer. Links - im Westen- immer wieder Bergzüge, teilweise so hoch, dass sich Wolken sichtlich bemühen hinüber zu kommen, es aber nicht schaffen. Der Himmel über mir bleibt ungetrübt blau.
Mein Campingplatz - Camping Platja y Festa - etwas südlich von Tarragona.
Das Restaurant auf dem Campingplatz hatte leider geschlossen, ich habe aber keine Lust zu kochen. So habe ich mich auf den Weg zu einem benachbarten Campingplatz gemacht (Bild 4) Das Restaurant war geöffnet. Es versucht einen Sterne-Eindruck zu vermitteln. Man beachte aber die abgewetzten Stühle.
Der Weg dorthin hat sich für den Spaziergang gelohnt, nicht für das Essen.
Dabei gehört der Platz zur Alannia Gruppe.
Von meinem Stellplatz aus habe ich einen wundervollen Blick auf die Mittelmeer Brandung.
Ein herausforderndes Motiv für meine Malerei.
02.04.2026
Frühstück mit Blick auf das Mittelmeer, so kann der Tag beginnen.
Unmittelbar an den Campingplatz schließt sich ein ganzer Ortsteil voller Ferienanlagen an. Der eigentliche Ort Mainou hat nicht einmal 100 Einwohner. Mit dem nötigen Kleingeld kann man Besitzer solch einer Anlage werden. Bild 5
Bild 6 Und ich mache mir Gedanken, wie ich wohl die unterschiedlichen Formen der Wellen malerisch darstellen kann.
Weg zurück zum Campingplatz Bilder 8 bis 10
Bild 11 u. 12 Durch Zufall entdeckt. Werde ich heute Abend ausprobieren.
Ein sehr schönes Lokal mit interessanten Interieur. Gute Speisekarte und die Küche kann die angebotenen Speisen auch gut und schmackhaft umsetzen.
Gestört hat mich das Niveau, auf dem das Personal agiert. Es hat sich anscheinend am geringen Anspruch der meisten Gäste angepasst.
03. u. 04.04. 2026
Und wieder ein entspannter Reisetag mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen.. Allerdings machten mir hin und wieder heftige Sturmböen zu schaffen. Ich bin dann halt langsamer gefahren und konnte so diesen grünen Teil Spaniens und Südfrankreich genießen.
Musee Narbo Via
Direkt am Fußweg gelegen und von da aus auch erreichbar liegt das Musee Narbo Via. Das Museum befasst sich ausschließlich mit der römischen Vergangenheit von Narbonne.
Das erst 2021 eröffnete Museum ist überschaubar. Ich hatte nicht das Gefühl mit Exponaten erschlagen zu werden. Massiv genug sind sie.
Viele Aspekte des römischen Lebens werden sehr anschaulich durch animierte Videos dargestellt.
Narbo Martius war die erste römische Siedlung in Gallien, gegründet 118 v.Chr.
Die Markthalle in Narbonne unterscheidet sich nicht von Markthallen in anderen großen Städten. Dennoch ist es immer wieder ein Erlebnis, eine Runde vorbei an den liebevoll präsentierten Auslagen zu machen. Ich glaube, die Bilder sprechen für sich,
Die Kathedrale Saint-Just and Saint-Pasteur gilt als eines der schönstes religiöses Gebäude in Südfrankreich. Ich bin da etwas zurückhaltender. Ja interessant sicher. Sie scheint unvollendet und besteht quasi nur aus Chor mit Chorumgang und einem kleinen angeschlossenen Kreuzgang.(Bild 9 u. 10)
Aber, was beeindruckt ist der klassisch Gotische Baustil mit extremer Höhe, die massivste, eindrucksvolle Säulen notwendig macht. (Bilder 5,6 u. 7)
Alte Kirche der Hospitaliten. Mit dieser Vorstellung habe ich die Kapelle aus dem 18ten Jh. betreten. Wie überrascht war ich die folgenden Bilder zu sehen.
Beim verlassen der Kapelle entdeckte ich das Plakat (Bild 8) da wusste ich bescheid.
Diese Ausstellung habe ich bewusst aufgesucht. Im Stadtführer wurde darauf hingewiesen. Für mich sehr interessante Kunst - Interpretationen.
In diesen "Künstler-Markt" bin ich im wahrsten Sinne des Wortes hinein gestolpert. In Gesprächen mit den ausstellenden Künstlern erhielt ich sehr interessante Einblicke und Anregungen. Überraschend für mich war die Übereinstimmung der hier gezeigten maritimen Motive mit denen, die man bei mir zuhause an der Ostsee findet.
Schnappschüsse vom Spaziergang durch Narbonne.
Bild 2 u. 3 Palast der Erzbischöfe. Seit 1833 Museum.
Bild 4 Rathaus
Bild 5 Straßenrestaurant im Schatten der Kathedrale. Dort habe ich zu Mittag gegessen.
Bilder 6 bis 8 Altstadtgassen
Bild 9 Tabakladen, dort habe ich eine Briefmarke gekauft. Die Auswahl an Zigarren ist enorm für so einen kleinen Laden. Schade dass ich nicht mehr rauche.
05. u. 06. 2026
Die Tour durch Südfrankreich, egal in welche Richtung, ist immer wieder ein Erlebnis. Die Weinreben im Weinanbaugebiet Roussillon treiben schon aus. Das Hügelland am Übergang zum Massiv Central ist in diesem Jahr außergewöhnlich grün. Bei der Bergabfahrt ins Tal des Tarn bei Millau möchte man alle einhundert Meter anhalten um die eindrucksvolle Aussichten zu genießen. Dann geht es wieder steil aufwärts in Richtung Clermont Ferrand.
Ich habe diesmal vorher auf einem kleinen Campingplatz "Le Pont de Alagnon" angehalten.
Der Platz bietet alles, was man benötigt. Bild 3 - Wegweiser.
Wie man sieht, Bild 4 u.5 ist der Platz zur Zeit nur wenig besucht.
Der Fluss Alagnon fließt zwischen Campingplatz und dem Ort Alagnon. Eine Fußgängerbrücke verbindet beide. Morgen werde ich den Ort erkunden.
Letztes Bild, auch das gibt es noch. Ich denke, reine Nostalgie, denn es gibt auch modernere Toiletten. (aus hygienischen Aspekten war die alte Methode gar nicht so verkehrt. Man musste nach Betätigung der Wasserspülung nur schnell genug wegspringen.)
Heute morgen bin ich über die Brücke nach Allagnon spaziert. Ich habe gehofft, dass trotz des Osterfeiertages ein paar Geschäfte geöffnet haben. Mein Vorrat an notwendigen Lebensmittel war knapp geworden. Ich hatte Glück, ein kleiner Supermarkt und ein Bäcker hatten geöffnet.
Der Ort zeugt von geringem Reichtum der Bewohner. dennoch leistet sich die Gemeinde manches, woran sich andere ein Beispiel nehmen könne.
Bild 2, Am Ende der Brücke gibt es einen Lift, der den Aufgang zur Brücke erleichtert.
Beide letzten Bilder, so kann eine Müllsammelanlage auch aussehen. Nach außen hin verblendet. Dahinter saubere Sammelbehälter.
Die romanische Kapelle "Saint Geraud" von 1078 ist mir auf Anhieb sympathisch. Bild 8, die Taufkapelle.
Irgend ein Gönner hat der Kirch schöne bunte Fenster gestiftet. Wegen der Sonneneinstrahlung konnte ich sie leider nicht fotografieren.
Von Clermont-ferrand kommend bildet der Fluss Allagnon ein Tal, von dem auch der Ort Alagnon profitiert. Das Tal ist bei Wanderer und Angler sehr beliebt. Bild 4,
07. u. 08. 04.2026
Ich hatte Autun schon einmal besucht, ich muss damals 22 Jahre alt gewesen sein. Da Autun sich als Etappenziel anbot, war die Entscheidung, dorthin zu fahren, schnell gefasst.
Campingplatz de Autun
Der Platz liegt ca. 20 Minuten Fußweg entfernt von der Altstadt.
Da sich eine größere Campergruppe angemeldet hatte, empfahl man mir, einen Platz am anderen Ende. Der gesamte Platz ist so aufgeteilt, dass er quasi aus zwei Abteilungen besteht mit dem Rezeptionsgebäude als Mittelpunkt und Abgrenzung.
Bilder 3-5
Bei meiner Wanderung durch Autun entdeckte ich einen Stellplatz, der Stromversorgung, Grauwasser Entsorgung und eine öffentliche Toilette vorweisen kann.
Der Platz liegt unmittelbar an einem See mit vielen Freizeitangeboten.
Autun
Heute am 08.04.2026 habe ich mich auf den Fußweg vom Campingplatz nach Autun gemacht. An vielen Stellen in Autun sind die römischen Spuren noch deutlich zu sehen.
Autun wurde zwischen 13 und 16 v.ch. von den Römern als Augustodunum gegründet.
Die Kathedrale von Autun
Sie ist Bischofssitz und wurde zum ersten Mal im 9. Jh. erwähnt. Romanik, Frühgotik und Spätgotik sind die vorherrschenden Baustile.
Gegenüber dem Haupteingang befindet sich eine Informationseinrichtung, die u.A. in Videoform über die gesamte Geschichte Autuns berichtet. (letzte Bild)
Rathaus, Theater, Eglise Notre-Dame
Straßen-Restaurants bzw. Kaffees, Blick über die Stadtmauer ins Umland
Für die drei letzten Etappen vor meiner geplanten Ankunft in Schlossborn hatte ich jeweils nur noch eine Übernachtung eingeplant. Daran habe ich mich auch gehalten.
Ich habe jeweils die relativ kurze Fahrt genossen, keine großen Ansprüche an die Übernachtungsplätze gestellt und auch kein Besichtigungsprogramm verfolgt.
Dennoch, oder gerade deshalb waren diese Etappen richtig erholsam und erkanntnisreich.
Nachdem ich mich mittlerweile an die 80 km Begrenzung auf den Landstraßen gewöhnt hatte, und nicht dauernd mit einem Auge den Tacho beobachten musste, wurde das Fahren über Land zu einem einzigen positiven Erlebnis.
Ich konnte die Sonne genießen, stellte verwundert fest, dass hier in Frankreich die Kühe nicht mehr im Stall, sondern bereits auf den Weiden standen und die Weinstöcke hier im Penedes-Gebiet bereits frische grüne Triebe hatten.
Dort, wo ich in den kleinen Städtchen auf einen der typischen Marktplätze stieß, machte es mir besonderes Vergnügen, anzuhalten und mir einen Stuhl im nächsten Bistro zu suchen. Zeit und Muße für eine schöne Tasse Kaffee hatte ich ja.
09.04.2026 Pontigny
Ein kleiner Ort mit einem sehr schönen Wohnmobil Stellplatz. Strom allerdings teuer und die Toilettenanlagen kann man vergessen.
Der Ort wird von der Serein durchflossen, früher trieb sie eine Mühle an.
Das Highlight des Ortes ist die Abbaye de Pontigny.
Das ehemalige Zisterzienser Kloster war das zweite Kloster, das noch direkt vom Mutterkloster in Citeaux aus im Jahre 1114 gegründet wurde.
Seit der französischen Revolution stehen vom ganzen Klosterkomplex nur wenige Reste und die Kirche.
Das Kirchenschiff ist bis zum Lettner nackt. Der Chorraum ist als Kirche ausgestattet. Dort gibt es noch altes Chorgestühl.
In einem Nebengebäude ist eine nette Cafeteria eingerichtet.
Nancy: Aire de Services Camping Car
Er liegt direkt am Yachthafen Nancy Saint-Georges.
Strom ist unbegrenzt im Preis enthalten. Toilette ist vorhanden und besonders gut, eine kleine Information, die mit einem sehr netten, zuvorkommenden jungen Mann besetzt war.
Saarbrücken: Campingplatz Spicherer Berg
Ein kleiner gemütlicher Platz, direkt an der deutsch/französischen Grenze.
Viele kleine, besondere Ideen machen den Charm des Platzes aus ( z.B. Bilder 3 - 5)
Natürlich habe ich auch die letzten Etappen meiner Heimfahrt genutzt.
Bei meiner Schwester durfte ich wieder einmal die besondere Gastfreundschaft genießen und mich für eine Woche umsorgen lassen.
Man gönnt sich ja sonst nichts! (Haha)
Dann ging es weiter nach Tecklenburg. Übernachten konnte ich in Ibbenbüren bei Freunden, die ich aus Spanien kennen.
Was wollte ich wieder in Tecklenburg?
Ist doch klar, die Gelegenheit nutzen, an einem Malseminar von Gerd Ruhland teilnehmen. Thema war diesmal "Gesicht"
Es traf sich wieder eine engagierte Truppe, die unter Anleitung von Gerd Ruhland Bemerkenswertes schafften.